Geldeintreibung
Geldeintreibung (money collection; money squeezing)
Allgemein die Einkassierung (Inkasso) fälliger Beträge.
Im besonderen das seit dem 2. Jht. v. Chr. im Römerreich betriebene Vorgehen des Staates zur Einziehung der Abgaben (Steuern). Die jeweilige Stadtverwaltung, zu jener Zeit reiche (Kauf)Leute, welche ein Ehrenamt übernommen hatten, wurden mit ihrem Vermögen, ja sogar mit ihrem Leben für die Zahlung haftbar. Das hatte zur Folge, dass diese ihrerseits das Geld bei den Bürgern und Bauern zuückholen mussten, was zu Aufständen (wie 172 v. Chr. in Ägypten) und Ausschreitunen (die Stadt Alesia in Gallien wurde im Zuge dessen niedergebrannt) führte sowie es im Römerreich keine vermögenden lokalen (Fernhandels)Kaufleute mehr gab, sondern nur noch den von Ort zu Ort ziehenden Händler (caupo).
Siehe Einzug, Inkassogeschäft, Kinderpfand, Kunde, fauler, Leichenpfand, Wucher.
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