Handgeld
Handgeld (prestation money)
1 Aus der alten Hof-Schatulle (regent's cascet) hervorgegangene Privatkasse des Landesherrn.
2 Leitenden Mitarbeitern ohne Einzelbelegpflicht zur freien Verfügung gestellter Betrag, in der Regel in Bargeld, zur Begleichung kleinerer Ausgaben (Vertrauens-Spesen; free expenses).
3 Zur unmittelbaren oder mittelbaren Bestechung eingesetztes Geld (bribe money, als zu diesem Zweck angeleger Betrag: slush fund). Von Bietern an Entscheidungsträger der Zielgesellschaft bezahlte Summen. Bei Immobilienkäufen übliche Vorauszahlung in Bargeld an den Verkäufer, um den notariell beurkundeten Preis der Immobilie niedrig zu halten und dadurch Grunderwerbssteuer zu ersparen.
Siehe Anerkennungsprämie, Angeld, Douceur, Geld, weiches, Reedergeld, Schmiergeld, Transaktionsbonus, Trinkgeld.
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