Heergeld
Heergeld (disengagement fee; army pay)
In Deutschland eine Abgabe in Bargeld, die bei jenen erhoben wurde, die ihren Pflicht-Heeresdienst nicht in eigener Person leisteten.
Die Ausgaben des Staates zur Bezahlung eines Kriegsvolks (Wehrsold). Konnte in der Vergangenheit der Heeres-Sold nicht bezahlt werden, so kam es vielfach zu Meutereien der Soldaten. Kaiser Karl V konnte seine siegreichen Truppen im Kampf gegen Franz I von Frankreich nicht bezahlen, darum plünderten diese die Stadt Rom aus ("sacco di Roma"). Unter Philipp II widerfuhr dieses Schicksal 1576 der Stadt Antwerpen: drei Tage lang wüteten die Landsknechte; sie erschlugen 8 000 Bürger und gaben über 500 der schönsten Gebäude den Flammen preis; Antwerpen wurde arm.
Siehe Kontribution, Quartiergeld, Satisfaktionsgeld.
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