Herfindahl-Hirschman-Index, HHI

Herfindahl-Hirschman-Index, HHI (so auch im Englischen)

Vielfältig und häufig benutzte Kennzahl zur Messung des Konzentrationsrisikos. Dabei wird von einer Verteilung von Objekten auf mehrere Gruppen ausgegangen. Beim Adressenausfall-Risiko ist der Index definiert als die Summe der Quadrate der relativen Anteile eines Portfolios aller Kreditnehmer. Gut diversifizierte Portfolios mit sehr vielen, kleinen Kreditnehmern weisen einen HHI von nahe 0 aus. Stark konzentrierte Portfolios hingegen zeigen höhere Werte; im Sonderfall nur eines einzigen Schuldners hat der HHI den Wert 1. - Jedoch kann der HHI Qualitätsgefälle innert der einzelnen Darlehen nicht abbilden; Unterschiede, die sich etwa in der Beschaffenheit der gestellten Sicherheiten zeigen oder auch in der Ausfall-Wahrscheinlichkeit. Ferner bleiben Ungleichheiten in den Abhängigkeiten von Kreditrisiken zwischen den Sektoren unberücksichtigt. Auch liefert der HHI keine Angabe über das zur Abdeckung der Risiken benötigte Kapital. ­
Siehe Gini-Koeffizient, Granularität, Value-at-Risk. ­
Vgl. Monatsbericht der Deutschen Bundesbank vom Juni 2006, S. 41 (nähere Erläuterung des HHI; Kritik).

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