Kerninflation

Kerninflation (core inflation)

Das dauerhafte Ansteigen der Preise. Herausgerechnet werden vorübergehende (sektorspezifische bzw. sprunghafte, erratische) Preisbewegungen, wie vor allem der Erdölpreis; oft auch Headline-Inflation genannt. - Freilich führte das Ausscheiden bestimmter Bestandteile aus dem Harmonisierten Verbraucherpreisinex (was immer wieder vorgeschlagen wird) dazu, dass dieser für die Geldpolitik so wichige Index als Massstab für die Preisänderungen unbrauchbar würde. So haben Energiepreise und unverarbeitete Nahrungsmittel (zwei Bestandteile, die in der Kerninflation meistens fehlen) im HVPI ein Gewicht von über 17 Prozent. ­
Siehe Basiseffekt, Geldmenge, Inflation, Preisstabilität, Quantitätstheorie. ­
Vgl. Monatsbericht der EZB vom Juli 2001, S. 55 ff.; Monatsbericht der EZB, vom Juni 2002, S. 38 ff., Monatsbericht der Deutschen Bundesbank vom Januar 2005, S. 24 ff.

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