Negativauslese

Negativauslese (adverse selection)

Auf Finanzmärkten die Tatsache, dass ­ Banken die Bonität der Kreditnehmer (auch bei hohem Standard des Ratings) nie mit letzter Genauigkeit einschätzen können, ­ daher in ihren Konditionen (Zins) sich kalkulatorisch auf einen Durchschnitt einstellen müssen, ­ somit die erstklassigen Kreditnehmer (high-quality borrowers) sich schlechter stellen (weil sie hinsichtlich ihrer Bonität zu hohe Kreditkosten zahlen müssen), ­ diese erstklassigen Kreditnehmer daher rentable Investitionen unterlassen, während ­ minder gute Kreditnehmer (low-quality borrowers) zu weniger erfolgreichen oder gar verlustbringenden Investitionen angereizt werden (weil sie in Bezug auf ihre tatsächliche Bonität zu niedrige Kreditkosten zahlen müssen) und ­ es damit letztlich zu einer Fehlleitung knapper Ressourcen kommt: das Geld wandert nicht zum "besten Wirt". ­
Siehe Finanzierungsprämie, externe, Hausbank, Information, asymmetrische, Kreditabsorption, Mittelstandsbank, Moral Hazard, Rating, Risiko, Strukurumbruch, Versicherungsunsicherheiten.

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