Normalverteilungs-Doktrin

Normalverteilungs-Doktrin (Gaussian distribution thesis)

In vielen finanzmathematischen Modellen die Annahme, dass die Erträge eines Vermögenswertes normal verteilt sind; dass praktisch kleine prozentuale Tagesgewinne oder Tagesverluste viel wahrscheinlicher sind als mittlere oder grosse Bewegungen nach oben oder nach unten. Demgegenüber bleibt es eine Tatsache, dass es beispielsweise an den Aktienbörsen viel häufiger zu grossen Kurseinbrüchen kommt, als die Normalverteilung unterstellt. Nach der Normalverteilungs-Doktrin dürfte es zu einem Börsenkrach wie im Oktober 1987 nur einmal in 10 hoch 87 Jahren kommen. Tatsächlich aber kam es etwa alle 38 Jahre zu einem Börsenkrach.­
Siehe Verteilung, stabile.

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