Zinsknechtschaft

Zinsknechtschaft (interest farmhand shank)

Stark negativ besetzter Vorwurf gegen Geldverleih im allgemeinen und vornehmlich gegen das Aktivgeschäft der Banken. ­
Im besonderen die Beschuldigung, Banken würden dem Agrarsektor gegenüber zu hohe Zinsen berechnen; in vielen Ländern führte dies zur Errichtung eigener landwirtschaftlicher Kreditgenossenschaften. - Es wird meistens übersehen, dass Geld knapp ist, seinen Preis hat und im Interesse des Gemeinwohls zum besten Wirt gelenkt werden muss: nämlich dorthin, wo der höchste Ertrag erzielt wird; und das wird im Regelfall dort sein, wo die eingesetzten Faktoren am sparsamsten genutzt werden. Soweit zum herrschenden Marktzins bestimmte Investitionsvorhaben (etwa: Maschinisierung der Landwirtschaft) nicht bedient werden, sollte der Staat ausnahmsweise Zinssubventionen gewähren. ­
Siehe Geldabschaffung, Marktmechanismus.

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