Zwillingsdefizit

Zwillingsdefizit (twin deficit)

Wenn in einem Land die Leistungsbilanz ein Defizit aufweist (mehr Güter wurden importiert als exportiert) und ­ gleichzeitig der Staat ein (ständiges) Haushaltsdefizit zeigt, dann lebt diese Volkswirtschaft über ihre Verhältnisse. Das Land wird durch die Rating-Agenturen entsprechend niedriger eingestuft; Kreditaufnahmen auf dem internationalen Finanzmarkt verteuern sich. Zudem werden die Investitionen in dieses Land schrumpfen. So entsteht ein Teufelskreis, der in der Vergangenheit oftmals zum Staatsbankrott führte. ­
Siehe Finanzmarktschocks, Materie, dunkle, Prager Verlautbarung, Staatsschuld(en).

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